Musikverein Kluftern e.V.


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Südkurier Frühjahrskonzert 2012
Dienstag, 03. 04 2012
„Eine Probe, aus der alle Musiker pfeifend hinauslaufen, war eine gute Probe“, pflegt Gerhard Hartwig zu sagen. Da kann man sich denken, was sich der Dirigent des Musikvereins Kluftern am Samstagabend von den Besuchern des Frühlingskonzerts erhofft hat. Eine überbordend mit blühenden Zweigen und Sträuchern geschmückte Bühne und die 16 spielfreudigen Mitglieder der Jugendkapelle eröffneten das Frühjahrskonzert mit Michael Jacksons „Heal the world“.Die schlichte, aber schöne Melodie des „Classical Canon“ und eine eigene Bearbeitung der Titelmelodie von „Ghostbusters“ hatte Dirigent Stefan Schabert für die Einstimmung des Publikums ausgesucht.

„Kaum zu glauben, dass unser internationales Musikfest schon fünf Jahre zurückliegt“, erinnerte der Vorsitzende Elmar Lemmle. Damals war der Musikverein vor großem Publikum in der Höchststufe angetreten und hatte die Wertung „hervorragend“ erspielt. Jetzt gab es einige leere Plätze in der Halle, doch die Enttäuschung darüber war mit den ersten Tönen der Ouvertüre zur Operette „Pique Dame“ vergessen. Beim rhythmischen Wechsel von Presto bis Andante und in der Vielfalt der eingängigen Melodien waren keinerlei Schwierigkeiten zu vernehmen. Auch der Reichtum der Klangfarben in Modest Mussorgskys „Das große Tor von Kiew“ wurde von den majestätischen Promenadenvariationen bis hin zum fulminanten Schluss des Werkes perfekt umgesetzt.Die Proben zu Hellmesbergers „Teufelstanz“ hat sicher auch kein Musiker pfeifend verlassen, aber sie bescherten dem Publikum fünf köstlich satanische Minuten. Nur dem 16-jährigen Zögling Gerhard Hartwigs, dem Tubisten Moritz Eggert, dürfte nach seinem gelungenen Solo nach Pfeifen zumute gewesen sein. Er steigerte das spanische Kolorit von Gäbeles „Tuba Konzert“ vom ersten Satz an mühelos zur vollen Entfaltung.

Aufatmen, wenn auch nur ein bisschen, konnten die Musiker im zweiten Teil des Frühjahrskonzerts. Jacob de Haan marschiert mit seiner „Ross Roy Melodie“ durch ein Schülerleben bis hin zur Abschlussprüfung, die tschechische Polka Pratelum steht für Freundschaft und „Charleston forever“ für Lebensfreude. Weshalb der Dirigent mit „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ im März ein Weihnachtsmärchen für Carola Keppelers Gesangssolo gewählt hat, bleibt sein Geheimnis.Kopfschütteln hatte er zunächst auch für „Funiculi-Funicula“ zum Finale geerntet, schließlich ging es ja um ein Frühjahrskonzert, nicht um einen Auftritt in der Fasnet. Doch als die Musiker die Partitur gesehen haben und wie geschickt der Komponist Yo Goto die Takt- und Harmoniewechsel der weltbekannten Melodie variiert und aus dem einfachen Volkslied eine anspruchsvolle Melodie arrangiert, war alles klar – auch, was man nach dem Konzert auf dem Parkplatz pfeifen würde: „Marie, do liegt ein toter Fisch im Wasser …“. Es sind halt immer wieder die Melodien mit hohem Wiedererkennungswert, die ein schönes Konzert ausmachen. „Genau so soll es sein“, sagt Antonius Bittner, der Bezirksvorsitzende des Blasmusikverbandes.

Autor: Andrea Fritz

 
 
   
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