Musikverein Kluftern e.V.


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Schwäbische Frühjahrskonzert 2012
Montag, 02. 04 2012
Angesichts üppig ausgeführter Frühlingsdekorationen erlebten die Zuhörer, zu denen auch eine Abordnung des italienischen Stadtorchesters aus Sedico gehörte, zu Beginn einen der ersten hoffnungsvollen Auftritte der 17-köpfigen Jugendkapelle unter Leitung von Stefan Schabert. Das jüngste Ensemblemitglied, Querflötenspielerin Katharina Merkle, war gerade mal zehn Jahre alt.

Klar akzentuiert und wuchtig, mit wechselnden Tempi und zackig flottem, letztem Satz waren die „Großen“ der 50-köpfigen Musikkapelle zu hören, als sie die Ouvertüre zu „Pique Dame“ von Franz von Suppé erklingen ließen. Aus dem Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ des russischen Komponisten Modest Mussorgskij, einem Zeitgenossen von Rimskij Korsakow, wurde das musikalische Gemälde „Das Tor von Kiew“ dargestellt, wie es bombastischer und expressiver mit Farben kaum hätte gemalt werden können. Ein Solist, der 16-jährige Moritz Eggert, zeigte im Wechselspiel mit der Musikkapelle seine Virtuosität auf der Basstuba. Gespielt wurde das „Tuba Concerto Espanol“ von Kurt Gäble, der die Noten dafür erst 1998 zu Papier gebracht hat. Teilnehmen konnten die Besucher zumindest akustisch, am „Teufelstanz“ des Wiener Komponisten Joseph Hellmesberger (1855 bis 1907). Eingeleitet von einem lauten Paukenschlag begann das unheimliche Treffen von Hexen und Teufeln, deren Treiben von spitzen Staccato-Trompetenstößen begleitet wurde.Mit der „Funiculi-Funicula-Rhapsody“ von Luigi Denza, arrangiert von Yo Goto, lernten alle Blasmusikfreunde das Staunen: Aus diesem einfachen italienischen, volkstümlichen Lied, 1880 komponiert zur Eröffnung der Standseilbahn auf den Vesuv, von Deutschen mit einem banalen Text versehen (Marie, da liegt ein toter Fisch im Wasser), war ein musikalisches Kunstwerk gezaubert worden, dessen Thema durch alle Register wanderte und geschickt variiert wurde durch verschiedene Takt- und Harmoniewechsel. Selbstverständlich wurde es teilweise als eine der drei Zugaben wiederholt.

Normalerweise bläst Carola Keppeler die Zugposaune, an diesem Abend war ihr Gesang gefragt: Sie sang, begleitet vom Blasorchester, das der Filmmusik „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zugrundeliegende Lied nach Karel Svoboda „Küss mich, halt mich.“

Autor: Angrit Döhmann

 
 
   
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